Dirndl-Knowhow

Der große Trachten-Knigge

Alles, was man über das richtige Wiesn-Outfit wissen muss.

Tracht ist hipper denn je. Aber auch hier heiß es: gewusst wie! Dirndl-Profis legen sich ein Kleid in zeitlosen Tönen zu und wechseln einfach saisonal die Schürzen. Bei den Accessoires kann man sich austoben. Zur Anprobe im Shop High Heels und Balconette-Bra mitnehmen. Ein No-Go beim Dirndl sind schlecht verarbeitete Stoffe. Es zahlt sich aus, in ein hochwertiges, klassisches Modell zu investieren. Man kann sich immer noch ein günstiges Zweitdirndl für die Wiesn und Partys zulegen.

Wir klären auf, was beim volkstümlichen Outfit erlaubt ist – und was gar nicht geht.

Dresscode: Tracht

Das Dirndl

Dos: Ein Dirndl besteht immer aus Rock, Miederteil und Bluse. Darüber wird die obligatorische Schürze getragen. Zwischen Rocksaum und Boden sollte ein Maßkrug passen.
Don’ts: Der Rock sollte nicht kürzer als knieumspielend sein, sonst wirkt es billig.

Die Schuhe

Dos: Zur Tracht trägt man geschlossene Schuhe. Zumindest wenn man ganz traditionell sein möchte. Ansonsten ist von High Heels bis Converse alles erlaubt, was gefällt.
Don’ts: Das Dirndl performt zu Sandalen ohne Strumpfhose am besten.

1x1 der Schleifen-Kunde

Links: Die Trägerin ist noch Single. Anbandeln erlaubt!
Rechts: Bedeutet verlobt, verheiratet oder in festen Händen.
Mitte: Die Tradition besagt, dass die Dame noch Jungfrau sei.
Hinten: Entweder verwitwet oder Wiesn-Kellnerin.
 

Die Haare

Dos: Vom schlichten Zopf bis hin zur aufwendigen Flechtfrisur ist zur Tracht alles erlaubt. Die schönsten Flechtfrisuren haben wir für Sie ab Seite 42.
Don’ts: Streng genommen trägt man zum Dirndl keine langen offenen Haare. Mit kleinen Zöpfchen geht’s.

Der Schmuck

Dos: Traditionell trägt man zum Wiesn-Outfit Geschmeide wie Halsketten & Co., die den Trachten-Look aufgreifen (z.B. Brezel, Edelweiß, Herz und Co.). Gerne auch Familienschmuck!
Don’ts: Lieber dezenter als zu üppig ist die Devise. Vor allem beim bestickten Dirndl.

Die Bluse

Dos: Typische Dirndl-Blusen enden unter der Brust, werden mit einem Gummizug zusammengehalten und zeichnen sich durch kurze Puff- und Rüschenärmel aus.
Don’ts: Bitte keine Tank Tops oder T-Shirts darunter. Das Dekolleté bringt ein Balconette-Bra in Form.

Das Beiwerk

Dos: Traditionsbewusste Damen dirndln sich zünftig mit Hut bis zum Trachtentuch auf. Tipp: Nehmen Sie eine kleine Umhängetasche mit, damit die Hände (zum Schunkeln) frei bleiben.
Don’ts: Accessoires, die eindeutig nicht zur Tracht passen, wie z.B. Sweater.

Billige Materialien: Polyesterschürze und Plastikstäbchen sind ein NoGo. Das sieht nicht nur hässlich aus, auch der Tragekomfort lässt zu wünschen übrig.

Das Dirndl muss mindestens knielang sein! Alles was kürzer ist, geht gegen jede Trachtenregel und tut der Silhouette keinen Gefallen.

Sonnenbrille zum Dirndl: Paris Hilton hat es gemacht und damit den modischen Vogel am Münchner Oktoberfest abgeschossen.

Ballerinas zum Dirndl:  Sieht an niemandem gut aus, da können die Beine noch so schön sein.

Glanzstrumpfhosen sind ein NoGo: Achten Sie auf matte Strukturen bei Strümpfen oder kombinieren Sie Rüschensöckchen bzw. Stutzen zum Dirndl.

Trashige Billig-Dirndl vom Touristen-Verkaufststand. Darin sollte man sich am Oktoberfest wirklich nicht blicken lassen.

Glitzer-Dirndl: Bonbon-Satin mit Glitzerschürze, Strasssteinen sind eine Kitschattacke des schlechten Dirndl-Geschmacks. Leoprints und Neon gehen ebensowenig.

Die Schürze darf niemals länger sein als der Rock!

Das Dirndl ist kein Trägerkleid. Die Bluse ist fester Bestandteil des Trachtenlooks - bloß nicht darauf verzichten.

Porno-Dirndl: Die Lack-Dirndl im Dienstmädchenlook sind nichts, worin man sich am Oktobterfest blicken lassen sollte. Oder sonstwo.

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