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Fashion Week Berlin

Feurige Csárdásfürstinnen bei Lena Hoschek

Kollektion für Frühjahr/Sommer 2018 von ungarischer Folklore inspiriert - Designerin schickte fotogene Grüße und Bussis aus Wien

Lena Hoschek hat die Besucher ihrer Modeschau im Rahmen der Berliner Fashion Week am Dienstagnachmittag auf eine Reise nach Ungarn mitgenommen. Inspiriert von der opulenten Folklore zwischen Balaton und Neusiedler See, bringt die Frühjahr/Sommer-Kollektion 2018 der steirischen Designerin ein Meer aus Blumen, bestickte Blusen und Kleider mit reichen Bänderverzierungen.

Die Entwürfe unter dem Kollektionsmotto "Kiss me Piroschka" wirkten wie eine Explosion aus Farben und Mustern, Rüschen, Volants, Fransen, Schnürungen und Bommelquasten auf dem Laufsteg im ehemaligen Kaufhaus Jandorf, dem Hauptveranstaltungsort der deutschen Modewoche. Die modernen Csardasfürstinnen versprühten dank großzügig eingesetzter Plisseestoffe und bunter Stickereien viel Bohemien-Flair. Mit Folklore beschäftigt sich Hoschek schon lange. "Wenn man die Trachten verschiedenster Länder miteinander vergleicht, wird schnell klar, wie viele Gemeinsamkeiten die unterschiedlichsten Völker grenzübergreifend miteinander verbindet", so die Erkenntnis der aus Graz stammenden Kleidermacherin.

Folklore

Diesmal haben ihr es Matyo-Motive besonders angetan, die farbenfroh weiße Blusen zieren, die Hoschek zu weit schwingenden plissierten Röcken und traditionellem, massigem Schmuck kombinierte. Dahinter stehen unübersehbar die wunderschönen floralen Stickereien der Matyo in Mezokövesd im ungarischen Nordosten, wo solche Volkstrachten noch heute bei Festen getragen werden. Das Brauchtum findet sich seit dem Jahr 2012 auf der Unesco-Liste des immateriellen Weltkulturerbes.

© Getty

Lena Hoschek Spring/Summer 2018

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Lena Hoschek Spring/Summer 2018

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Lena Hoschek Spring/Summer 2018

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Lena Hoschek Spring/Summer 2018

Viele der spektakulären Laufsteglooks kamen in feurigem Rot daher, sowohl als scharfe 50er-Jahre-Sanduhr-Silhouetten als auch im lässigeren, oft bodenlangen, wallenden Hippie-Chic. Das Tüpfelchen auf dem i war der für die Show von der Wiener Designerin Niki Osl gefertigte Kopfschmuck: Die Betreiberin des Labels miss lilys hat folkloristische Kreationen aus Vintage-Blumen und Glasperlranken geschaffen. Passend zu den wild-romantischen Looks trugen die Models, angeführt von Franziska Knuppe, natürlich wirkendes Make-up mit betont roten Kussmündern und durch die Bank rote Schuhe, dazu voluminöse, lockere Flechtfrisuren. Bei der Auswahl der musikalischen Untermalung outete sich die Steirerin als Fan des zeitgenössischen ungarischen Musikers Robert Hrutka und der Klänge von Bela Lakatos & The Gipsy Youth Project. Aber auch die Buda Folk Band geigte auf, und den mitreißenden Höhepunkt gab Johannes Brahms' Ungarischer Tanz Nr. 5.

Weniger ist mehr galt unter Piroschkas Regime nicht einmal für die Abendrobe, und schon gar nicht für das Hochzeitskleid aus dem Hause Lena Hoschek Atelier unter der Führung von Thomas Kirchgrabner: Auf dem Traum aus feinem weißem Tüll waren unzählige florale Bänder angebracht.

Foto-Gruß aus Wien

Während Lena Hoschek bei der vorangegangenen Modewoche im Jänner noch mit Babynews überrascht hatte - der Nachwuchs sei rund um die aktuelle Fashion Week zu erwarten -, erschien sie diesmal nicht selbst, um den Applaus entgegenzunehmen. Sie ließ große Fotos von sich - hochschwanger - durchs Publikum tragen, mit Sprechblasen wie "Sorry, we prefer to stay at home" (Entschuldigung, wir bleiben lieber daheim) oder "Viele Bussis aus Wien!".

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