Victoria’s-Secret-Engel

Nadine Leopold im Beauty-Talk

Warum sie den Trend zur Natürlichkeit begrüßt und wie sie anderen Frauen Vorbild sein möchte, verrät sie im MADONNA-Talk.

Dieser Tage ist Nadine Leopold in mondänem Aufzug an der Croisette unterwegs. Hier eine Premiere, da eine Party, defiliert sich das Model die Red Carpets der Filmfestspiele perfekt durchgestylt hinunter. Doch ihr Besuch und der damit einhergehende Fashion­marathon bei dem Festival sind rein beruflicher Natur, privat würde die 25-jährige Kärntnerin keinen solchen Aufwand betreiben.
 
Nadine Leopold in Cannes
© Getty

Überzeugt. Als Topmodel zelebriert ­Nadine Leopold bevorzugt Natürlichkeit, eine Überzeugung, die sie mitunter zu einem der vielen verschiedenen Gesichter der neuen Zalando-Beauty-Kampagne „Entfalte deine Schönheit“ machte. Dabei stehen Individualität, Authentizität und Ehrlichkeit im Fokus. Und eben auch ­Nadine Leopolds Sommersprossen. Wir ­trafen die sympathische Blondine in Wien zum Talk, wo sie mit uns über Schönheit philosophierte, Beautygeheimnisse preisgab und ihre beruflichen Träume verriet. Spoiler Alert: Diese haben weniger mit glamourösen Laufstegen, sondern vielmehr mit gemeinnützigen Visionen einer verantwortungsbewussten jungen Frau zu tun.
 
Wie kam es zu Ihrer Zusammenarbeit mit Zalando?
Nadine Leopold: Das war ganz spontan. Das Timing hat gepasst, außerdem finde ich die Kampagne richtig toll. Sie setzt auf Natürlichkeit, und das ist etwas, womit ich mich gut identifizieren kann.
 
 
 
Natürlichkeit entspricht also Ihrer persönlichen Schönheitsphilosophie?
Leopold: Total! Die Leute sind auch schon so gelangweilt von Perfektion und übermäßiger Retusche, weshalb ich es auch sehr begrüße, dass Natürlichkeit und ­Ehrlichkeit derzeit im Trend liegen. Allein die Tatsache, dass meine Sommersprossen auf den Kampagnenbildern so stark im Fokus sind und nichts wegretuschiert wurden, ist eine schöne Seltenheit.
 
Mit starkem Contouring wird man Sie also selten antreffen?
Leopold: Für gewisse Red-Carpet-Situationen lässt es sich nicht vermeiden, da die Fotografen oft mit starkem Licht arbeiten und man da dementsprechend etwas mehr Make-up braucht. Aber im Alltag kann ich gern darauf verzichten.
 
Was ist das Beautyprodukt, ohne das Sie nicht leben können?
Leopold: Ich würde sagen Facesprays, die sind großartig für die kleine Erfrischung zwischendurch.

Wie sieht Ihre Beautyroutine morgens aus?
Leopold: Nach dem Aufstehen wasche ich mein Gesicht einmal mit kaltem Wasser ab, manchmal brauche ich auch einen ­Make-up-Remover, weil teilweise noch Mascara runterkommt. Dann trage ich Sonnenschutz auf, anschließend Moisturizer, Concealer, Mascara und zeichne die Augenbrauen nach. Aber die Devise lautet eigentlich „less is more“. Mein Haupt­augenmerk gilt der Hautpflege.

Sie sind bereits seit zehn Jahren im Geschäft. Was ist das Wichtigste, das Sie in ­Ihrem Job gelernt haben?
Leopold: Ich hätte mich, glaube ich, von Anfang an lieber wohlgefühlt in meinem Körper und weniger Wert auf die Meinung anderer legen sollen. Zwischen 18 und 23 Jahren hat sich mein Körper noch stark verändert. Ich wünschte, das hätten mir früher schon Leute beigebracht. Gerade als Mädchen, dessen Hormone sich auch erst einpendeln müssen, wäre es schön, zu wissen, dass man diese Entwicklung nicht zu ernst nehmen darf.
 
Wie halten Sie es aktuell mit der körperlichen Fitness?
Leopold: Ich glaube, ich werde und wurde hauptsächlich für mein Gesicht und nicht meinen Körper gebucht. Dementsprechend musste ich nie wirklich strengen ­Diäten folgen oder etwaige Fitnessregimes praktizieren – außer natürlich für die „Victoria’s Secret“-Show. Ich esse relativ gesund, genieße aber auch 2–3 Mal die Woche einen Teller Pasta. Mit Training hält sich die Balance auch gut. Und natürlich kommt es auch immer darauf an, welche Jobs demnächst anstehen. Jetzt, wo Natürlichkeit so gefragt ist, scheint auch die Industrie etwas lockerer. Es gibt weniger den Druck, megadünn zu sein, sondern es geht mehr darum, sich wohlzufühlen.
 
Sie leben derzeit in London, kommen Sie ab und zu auch noch in die Heimat?
Leopold: Ich arbeite daran. Mit New York war es immer sehr schwierig. Ich reise generell recht viel, und wenn ich dann einmal ein paar Tage freihabe, muss ich mich auch um mein Leben vor Ort kümmern. Aber jetzt mit London als Lebensmittelpunkt habe ich mir vorgenommen, auch einmal weniger zu arbeiten und mich mehr um die Familie zu kümmern. Vor allem im Sommer freue ich mich auf eine kleine Auszeit. Anfangs fand ich es immer schwierig, Nein zu sagen, aber nach zehn Jahren im Business weiß ich, wann ich mir auch Zeit für mich nehmen muss.

Nach zehn Jahren im Business hat man ja schon viel gesehen. Gibt es noch etwaige Traumkooperationen, die Sie sich gern erfüllen würden?
Leopold: Mein Traum ist es eher, diesen ganzen Erfolg für etwas Soziales zu nutzen, eventuell ein Buch zu schreiben. Ich möchte mich vor allem für junge Mädchen einsetzen, da ich selbst so viel gelernt und gesehen habe. Gerade in einer Branche, in der man schnell für seinen Körper verurteilt wird oder mit Männern zu tun hat, die junge Frauen nicht richtig behandeln, ist es wichtig, Aufklärungsarbeit zu leisten. Ich habe mit so vielen Kolleginnen gesprochen, die alle schlimme Erfahrungen gemacht haben, und ich denke mir, hätten sie mehr Unterstützung gehabt oder mehr über den Job gewusst, wären diese Dinge niemals passiert.

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