Die Preisträger

MADONNA Blogger Award: Die Sonderkategorien

Am 1. April werden zum fünften Mal die MADONNA Blogger Awards verliehen. Unter anderem in vier Sonderkategorien, deren Preisträger (aus gutem Grund) bereits feststehen.

Social Media kann in vielerlei Hinsicht genutzt werden – abgesehen von Outfitposts, Party­fotos oder Baby-Announcements sind Instagram, Twitter & Co. auch eine perfekte Plattform, um für gemeinnützige Zwecke zu lobbyieren. In diesem Zusammenhang werden beim MADONNA Blogger Award heuer vier Persönlichkeiten für ihr besonderes Engagement in den sozialen Netzwerken ausgezeichnet, Kategoriegewinner, für die bereits vorab und redaktionsintern abgestimmt und entschieden wurden. Denn Barbara Meier, Klaus Schwertner, Riccardo Simonetti und Robert Kratky sind ­Influencer, die über den durchschnittlichen Selfie-Rand hinausdenken.   

Im Wandel. Wie der Generalsekretär der Caritas im Interview unterstreicht ist durch die digitale Revolution für ihn, die Caritas, aber auch die gesamte Gesellschaft eine neue Herausforderung entstanden: „In einer Minute werden im Internet heute 4,3 Millionen ­Videos auf Youtube gesehen, 38 Millionen Nachrichten via WhatsApp versandt und 3,7 Millionen Suchanfragen auf Google gestellt. Das Smartphone hat gewiss so ­etwas wie eine Kulturrevolution ausgelöst – im Guten wie im Schlechten. Wie kann es gelingen, den Begriff der universellen Menschenwürde und Nächstenliebe vom analogen ins digitale Zeitalter überzuführen? Wie wird die Digitalisierung zu einem Instrument der Aufklärung und des Zusammenhalts?“ Fragen, auf die unsere Preisträger in verschiedener, aber doch sehr ähnlicher Form Antworten liefern...

Klaus Schwertner

Zivilcourage im Netz

© STEFANIE J. STEINDL

#flowerrain & @cariklaus

Seit zehn Jahren arbeitet der 42-Jährige für die Caritas und kämpft unter anderem mit den Waffen von Social Media gegen soziale Kälte und Ausgrenzung. Seine letzte große Aktion war der #flowerrain, ein Facebook-Posting mit dem er dazu aufforderte, Neujahrsbaby 2018 Asel (die Nachricht über die Geburt löste anfangs viel Hass aus) willkommen zu heißen. „Im konkreten Fall wurde einmal mehr eine Grenze des Anstands überschritten. Was dann folgte, war überwältigend: 32.819 Menschen von allen Kontinenten gratulierten dem Kind und ­ihren Eltern. Medien aus aller Welt berichteten. Sogar die New York Times fand den Flowerrain eine Geschichte wert.“ Persönlich. Ein guter Account lebt für Schwertner von „Authentizität“. „Was treibt mich an? Wieso setze ich mich für Menschen in Not ein? Das sind keine Fragen, auf die ich nur professionelle und berufliche Antworten geben kann. Antworten auf diese Fragen sind immer auch ganz persönlich, denn sie haben im Kern mit einem selbst zu tun – mit den Dingen, die im eigenen Leben zählen: Mit Liebe, mit Leidenschaft und mit der Gewissheit, dass Kommunikation immer auch Beziehungskommunikation bedeutet. Es mögen Algorithmen und verschiedene Programme zwischengeschaltet sein, doch am Ende geht es vor allem um eines: Um die Beziehung von Mensch zu Mensch.“


Barbara Meier

Fair Fashion

© Singer

@barbarameier

Als Textilbotschafterin des deutschen Ministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit besucht das deutsche Model ­diverse Textilbetriebe weltweit und spricht gemeinsam mit Minister Gerd Müller in deutschen Hochschulen über das Thema Fair Fashion.  ­Außerdem achtet die 32-Jährige darauf, auch persönlich mit fairen Firmen zusammenzuarbeiten. Ihr Kleiderschrank ist „noch nicht komplett fair“, aber „jeder Schritt trägt zur Veränderung bei.“ Instagram nutzt sie, um z. B. auch Fotos in fairen Outfits zu posten. „Das ist für mich eine super Gelegenheit, meinen Fans dieses Thema näher zu bringen, aber auch zu zeigen, wie stylish die Produkte schon sind.  Fair Fashion ist nicht mehr der kratzende ,Öko-Jute-Sack‘!“


Riccardo Simonetti

Soziales Engagement

© Riccardo Simonetti

fabulousricci.com & @riccardosimonetti

Mit seiner enormen Reichweite liegt es dem jungen Entertainer am Herzen Social Media nicht nur zur Selbstvermarktung, sondern auch für soziale Themen zu nutzen, u. a. als Gesicht der Kampagne „Jugend gegen Aids“. „Wenn man das Privileg hat, so viele junge Menschen zu erreichen, dann sollte man über Dinge sprechen, die für Menschen einen Mehrwert haben. Gerade wenn es Dinge sind, über die man nicht selbstverständlich spricht. Bei der Prävention sexuell übertragbarer Krankheiten ist es wichtig, dass man die richtigen Signale sendet. In der heutigen Zeit hängen Internet, schneller Sex und Cybermobbing eng miteinander zusammen. Deswegen kann man nicht über das eine reden, ohne dabei über das andere zu sprechen.“


Robert Kratky

Insta-Promi

© APA

@robert.kratky

Abgesehen von Millionen Radiohörern zählt der 45-jährige Ö3-Moderator, der erst seit Sommer 2018 auf Instagram ist, mittlerweile mehr als 38.000 Follower. Eine beachtliche Summe für Kratky, der vor allem dafür geschätzt wird, sich kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Abgesehen von witzigen Posts nutzt er die Plattform für gesellschaftspolitische Themen. So kritisierte er u. a. in einem Live-Video die Burschenschaft Teutonia, die in einem Posting den von Nationalsozialisten für Österreich gebrauchten Begriff „Ostmark“ verwendet hatte. „Ich mache in Haltungsfragen keinen Unterschied zwischen Radio, Fernsehen, Print oder Social Media: Jeder Mensch, der sich an eine kleine oder auch große Öffentlichkeit wendet, sollte sich für unser aller Leben und unsere Gesellschaft in die Pflicht nehmen. Und sollte versuchen, etwas zu verbessern. Oder zumindest der Verantwortung gerecht werden, unsere Welt nicht zu verschlechtern.“

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