Nachtruhe ist geschlechtsabhängig

Darum brauchen Frauen mehr Schlaf

Wer viel leistet, benötigt auch längere Erholungsphasen.

Welche Frau wird morgens schon gerne vom Partner aufgeweckt, weil dieser wach ist? Oft entstehen dann kleine Diskussionen in denen argumentiert wird, dass man länger schlafen möchte und findet nicht mehr in den Schlaf zurück. Aber es gibt eine gute Nachricht an die Damenwelt: Eine Studie der britischen Universität Loughborough beweist, dass die Schlafdauer durch das Geschlecht beeinflusst wird. Die Wissenschaftler kamen bei einer Untersuchung zu dem Ergebnis, dass Frauen im Durchschnitt 20 Minuten mehr Ruhe brauchen als Männer.

Das weibliche Hirn arbeitet härter und ist komplexer

Die Ursache liegt im Aufbau des Gehirns. Die Schlafdauer ist immer abhängig von der Hirnaktivität am Tag. Das heißt, dass wir in der Ruhephase die Geschehnisse des Tages verarbeiten. Das Gehirn der Frau ist jedoch komplexer aufgebaut. Das könnte auch daran liegen, dass Frauen zum Multitasking tendieren. Folglich braucht das weibliche Gehirn mehr Schlaf, um sich zu erholen. Nur Männer in Jobs mit komplexen Aufgabenbereichen benötigen mehr Schlaf, als der Durchschnittsmann. Laut Schlafexperten kommen sie dennoch mit weniger Schlaf aus, als Frauen. Leider zeigen die Untersuchungen auch, dass vermehrt bei Frauen unangenehme Schlafentzugssymptome auftreten können, wie Wut oder Depressionen. Die Damenwelt leidet generell an einem leichteren Schlaf und dadurch wird ihre Schlafqualität zusätzlich vermindert.

1 Einstimmen: Geben Sie ­Ihrem Körper Zeit, sich auf die Nachtruhe vorzubereiten. Kommen Sie zur Ruhe, trinken Sie eine Tasse Tee, lassen Sie den Tag bewusst ausklingen. Die Melatoninproduktion wird angeregt und Ihr Körper stellt sich auf die Schlafenszeit ein.

2 Handy weg: Schluss mit ständiger Erreichbarkeit! Spätabends sollten Sie die hektische, ­elektronische Welt abschalten und sich auf sich konzentrieren. Verbannen Sie Ihr Handy am Besten außer Reichweite des Bettes, um nicht in Versuchung zu kommen.

3 Cool bleiben: Sorgen Sie für angenehmes, kühles Raumklima im Schlafzimmer – vor allem im Sommer wichtig, um gut schlafen zu können. Wird der Raum ­untertags warm, können sonnen­reflektierende Vorhänge oder ­Jalousien sehr hilfreich sein.

4 Luftig: Atmungsaktive, leichte Nachtwäsche ist ein absoluter Wohlfühlfaktor und wichtig für die angenehme Nachtruhe. Von nacktem Schlafen ist jedoch abzuraten, da der Körper so sehr schnell auskühlen kann. Schlafen Sie stattdessen mit nur leichter Decke oder benutzen Sie einen Tuchentbezug zum Zudecken.

5 Warme Dusche: Auch wenn die Temperaturen noch so hoch sind: Vermeiden Sie kalte Duschen (und auch Getränke). Sie bewirken, dass sich der Körper umso schneller wieder aufheizt.

6 Ohren zu: Schlafen Sie mit offenem Fenster oder hören Sie Ihre Nachbarn auch zu später Stunde noch trampeln? Geräuschkulissen können schuld daran sein, dass Sie nicht gut schlafen. Probieren Sie, mit weichen Ohrenstöpseln zu schlafen und so bessere Nachtruhe zu finden.

7 Im Dunkeln munkeln: Grelles Licht – von der Raumbeleuchtung oder jenes, das elektronische Geräte emittieren – können die Einstimmung auf die Nachtruhe ­erschweren. Dimmen Sie in den Stunden vor dem Zubettgehen die Beleuchtung und lassen Sie die ­Tageszeit für sich sprechen.

8 Leichte Kost: Schwere Mahlzeiten am Ende des Tages lassen unseren Stoffwechsel und den gesamten Körper nur schwer zur Ruhe kommen. Vermeiden Sie üppiges Essen und spätes Snacken, um Ihrem Organismus gutes Einschlafen und eine geruhsame Nacht zu ermöglichen.

9 Aktiver Tag: Haben Sie schon mal bemerkt, dass man nach körperlicher Anstrengung besser schläft? Nutzen Sie diesen Effekt und betreiben Sie regelmäßig Sport, um sich auszupowern.

10 Innere Uhr: Wehren Sie sich nicht gegen Ihre intrinsische Uhr. Meist lässt Ihr Körper Sie wissen, wann und wie lange er Schlaf braucht – lernen Sie, darauf zu hören!  Bleiben Sie nicht wach, nur um „mehr vom Tag“ zu haben – damit machen Sie Abstriche für Ihre Gesundheit.

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