Geheimtipps

Die schönsten Badeplätze Österreichs

Besser als Pools: Das sind die schönsten Seen und Naturbäder Österreichs.

Die wohl brennendste Frage diesen Sommer: Wohin geht’s zum Baden?  Und es muss ja nicht immer ein herkömmliches Freibad sein. Wir zeigen  die schönsten Alternativen für jedes Bundesland – und das garantiert chlorfrei.

Spät, aber doch ist der Sommer in diesem Jahr eindeutig gekommen, um zu bleiben. Und das mit teilweise bemerkenswerter Hitze im Gepäck. Bei Temperaturen jenseits der 30 Grad kann man eigentlich auch nur eines tun: schwimmen gehen. Obwohl so mancher beim beim Gedanken an überfüllte Freibäder und verdächtig warme Schwimmbecken nicht unbedingt in große Begeisterungsstürme ausbricht. Vom oftmals beißenden Chlorgeruch ganz zu schweigen. Das muss aber nicht sein. Denn öffentliches Bad heißt schließlich nicht automatisch Chlorwasser-Pool – und viele Freibäder sind liebevoll gestaltet und in Top-Zustand. Manchmal will man aber vielleicht doch der zwangsweise sehr organisierten und aufgeräumten Atmosphäre entfliehen und beim Schwimmen wieder einen Schritt in Richtung Natur wagen. Sogar die überzeugtesten Stadtpflanzen und Pool-Liebhaber sehnen sich schließlich ab und zu nach Entspannung im Grünen.


Einfach abtauchen.
Praktisch, dass es im ganzen Land nur so von Naturbadeplätzen, Seen, Flüssen, Teichen und Tümpeln wimmelt. Je nachdem, ob man lieber den Komfort eines erschlossenen Bades mit Umkleide, WC und Buffet genießt, oder doch lieber ganz abgeschieden alleine in der Sonne liegt – fündig wird man bestimmt. Und das nicht nur an den zwar wunderschönen, aber leider auch etwas überlaufenen Seen des Salzkammerguts oder in Kärnten. Warum nicht mal in ein Flussbad gehen, in einen Natursee auf einem ehemaligen Steinbruchgelände eintauchen, oder in sogenannten Gumpen vor sich hin planschen? Wir haben uns auf die Suche gemacht und für jedes Bundesland schöne und nicht ganz so bekannte Alternativen gefunden – für jeden Typ und jeden Geschmack. Also Badehose einpacken und die Plätze am nächsten Wochenende gleich selber unter die Lupe nehmen.

Burgenland - Naturbad Bernstein

Das östlichste Bundesland hat auch abseits des altbekannten und eben doch ein wenig trüben Neusiedler Sees einige wirklich schöne Bademöglichkeiten vorzuweisen. Im Naturschwimmbad Bernstein wird das Becken ausschließlich mit Quellwasser gespeist. Nach Chemikalien sucht man hier vergeblich. Stärkung findet man auf der einladenden Terrasse des Restaurants „Kantine 38“, während sich die Kids am Beachvolleyballplatz oder am großen Spielplatz austoben. Die Tageskarte
kostet zwischen 2,50 und 5 Euro.

© www.kantine48.at

Tirol - Möserer Badesee

Zwischen Telfs und Seefeld in Mösern gelegen und umringt von dichtem Wald ist dieses beschauliche Naturjuwel noch relativ von den Massen verschont. Obwohl der Moorsee auf 1.295 Meter Seehöhe liegt, ist das Baden nicht nur was für Hartgesottene. Wassertemperaturen von bis zu 25 Grad machen das Schwimmen auch für Kinder angenehm. Wer genug vom Planschen hat, wandert um den See und kehrt am Ostufer in der „Möserer Seestub’n“ auf ein Kugerl Eis ein.

Steiermark - Grundlsee

Die zahlreichen Seen im Salzkammergut kann man ja beim besten Willen nicht mehr als Geheimtipp bezeichnen. Trotzdem ist der Grundlsee im Gegensatz zu anderen Hotspots noch nicht vollends überlaufen. Das liegt wohl auch daran, dass das frei zugängliche Ufer sich über ganze 14 Kilometer erstreckt. Mit einer Fläche von fünf Quadratkilometern hat sich der größte See der Steiermark außerdem den Spitznamen „Steirisches Meer“ eingehandelt. Bei mehreren Stein-, Sand- und Wiesenstränden findet garantiert jeder sein Lieblingsplätzchen. Im letzten Jahr wurde das Seeufer von der Reiseplattform „FlightNetwork“ außerdem ins Ranking der 50 schönsten Strände Europas aufgenommen. Feinspitze halten sich am besten in der Nähe des Haubenlokals „Restaurant Wassermann“ im Ortskern von Grundlsee auf, wo bevorzugt fangfrischer Fisch serviert wird. Wer sich im Sommer gerne textilfrei bewegt, platziert sein Handtuch im FKK-Bereich, der nur einen kurzen Fußmarsch vom Gasthof „Murbodenhüttl“ entfernt ist.

© STMG - Christian Parzer

Salzburg - Felsenbad Faistenau

Malerische Seen gibt es in Österreich mehr als genug. Weniger bekannt hingegen sind die viel selteneren Flussbäder. So eine Ausnahme versteckt sich wildromantisch und idyllisch im Eingangsbereich des Strüblweiher-Stausees gelegen. Das Naturfreibad Faistenau lockt mit Liegeflächen auf von der Sonne vorgewärmten Felsen und einem Badevergnügen der ganz speziellen Art. Geplanscht wird hier nämlich in sogenannten Gumpen. Das sind beckenartige Strudeltöpfe, dir dadurch entstanden sind, dass der Felsenboden im Laufe der Zeit von Eis, Wasser und Geröll ausgeschwemmt wurde. Diese fantasievollen Gebilde sind ganz unterschiedlich geformt und auch unterschiedlich tief. In manche kann man einen beherzten Kopfsprung wagen, während andere höchstens zum Kneipen ausreichen. Gerade die seichten Tümpel eigenen sich aber wunderbar für Familien mit Kindern. Fast noch einzigartiger ist aber die Atmosphäre zwischen Bäumen und Felsspalten. Das Geräusch des dahingurgelnden Wassers und das vielstimmige Vogelgezwitscher garantieren Natur-Feeling pur – fernab von aufgeräumter Freibad-Atmosphäre, dafür aber auch ohne Annehmlichkeiten wie Dusche und WC. Ganz rustikal eben.

Wien - Dechant Lacke

Die schöne blaue Donau ist genauso wenig aus der Hauptstadt wegzudenken wie der Stephansdom und das Riesenrad. Im Sommer ist es vor allem die Alte Donau, die Badefreudige in Scharen anzieht. Ein wenig ruhiger geht es da im Naturschutzgebiet Lobau zu. Dort ist es vor allem die Dechantlacke, die mit klarem Wasser, herrlicher Ruhe und vielen lauschigen Plätzen zum Verstecken begeistert. In den See springt man dort am liebsten ohne Badekleidung, es herrscht aber keine FKK-Pflicht.

Kärnten - Blauer Tumpf

Im Sommer drängt sich gefühlt ganz Kärnten neben zahlreichen Touristen an den Ufern der zu Recht gehypten Seen. Gerade am Wörthersee ist ein Großteil des Ufers aber in privater Hand und der Platz fürs eigene Handtuch dafür schon mal ordentlich knapp. Das macht aber nichts, denn Ausweichmöglichkeiten gibt es schließlich genug. Zum Beispiel ins Maltatal, wo Wasserfälle herrliche Naturpools bilden. Wenige Kilometer oberhalb der Fallertümpfe versteckt sich
einer der schönsten und größten: der Blaue Tumpf. Seinen Namen verdankt er übrigens seiner zauberhaften Farbe im August. Am besten erreicht man ihn über die Wanderwege der Malteiner Wasserspiele. Der Weg zahlt sich aber aus, denn beim Planschen im Naturpool fühlt man sich schon fast wie im Amazonas. Wer sich traut, kann die steile Böschung auf der rechten Seite nach oben klettern und über die glatten Steinplatten direkt den Blauen Tumpf hinunterrutschen. Ein Erlebnis, das zwar sehr erfrischend, aber auch unvergesslich ist. Zum Sonnen legt man sich am besten aufs Badetuch und genießt einfach mal die Aussicht.

© Getty
 

Niederösterreich - Donaustrand

Während viele Donaustrände geschottert sind, kann man sich am Naturbadestrand in Weißenkirchen in feinen Sand betten. Besonders für verwöhnte Stadtrücken eine willkommene Abwechslung. Direkt im Ort gelegen, bietet das Naherholungsgebiet außerdem eine Liegewiese mit schattenspendenden Bäumen, WCs und Umkleiden. Idyllische Badebuchten für Individualisten finden sich außerdem zwischen Joching und St. Michael.

Vorarlberg - Seewald See

Nach rund 30 Minuten Fußmarsch ausgehend von Fontanella im Großen Walsertal erreicht man den idyllischen Badesee. Weniger Gehfreudige melden sich für den Bummelzug an, der bis Ende September täglich unterwegs ist. Direkt vor dem Gasthaus „Seewaldsee“ und dem „Seestüble“ befindet sich eine weitläufige Liegewiese, von der man einen schönen Blick auf die umliegende Berglandschaft genießen kann. Obwohl der See auf 1.208 Metern liegt, wird das Wasser im Sommer angenehm warm und einem Sprung ins Nass steht nichts im Weg.

© Verein Großes Walsertal Tourismus

Oberösterreich - Resi-Lacke

Wo früher Granit abgebaut wurde, erfüllen sich heute wahre Badeträume. Seit sich der ehemalige Steinbruch in der Nähe von Kleinzell im Mühlkreis mit Wasser gefüllt hat, zieht es immer mehr Menschen an den begehrten Platz, der liebevoll Resilacke  gerufen wird.  Hohe Felsen, dichter Wald und vor allem das intensiv smaragdgrüne Wasser machen diesen Ort zu etwas ganz Besonderem. Auch auf die Wasserqualität kann man sich das ganze Jahr über verlassen, denn sie wird regelmäßig von den Behörden. Vor allem das jüngere Publikum nutzt die verschieden hohen Felsen gerne als Sprungtürme. Das wirkt bei bis zu 35 Metern zwar ungefährlich, stellt aber dennoch ein erhebliches Risiko dar. Umso sicherer kann man aber am Wasser liegen, denn natürlichen Schatten gibt es mehr als genug. Auch das leibliche Wohl kommt nicht zu kurz. Snacks und Erfrischungen holt man sich ganz einfach beim Badebuffet. Und das Beste? Das Baden ist absolut kostenfrei.

© Oberösterreich Tourismus GmbH/Robert Maybach

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